Renovieren & Wohnen Ausgabe 2 - page 25

Passivhausbau
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qualifiziert
*
geprüft
*
ausgezeichnet
Maurermeister Eckart-Rolf Hellmann
Lönsweg 13 | 29308 Winsen/Aller
Tel. (05143) 65 61 | Fax: (05143) 912 892
Das Passivhaus der besonderen Art.
Hellmann varioform-haus
Passivhaus ist nicht immer Passivhaus
„Mit diesem Passivhaus reduzieren Sie Ihre
Heizkosten auf Null!“ Mit solchen und ähnli-
chen Versprechungen locken manche Bauträ-
ger und Schlüsselfertiganbieter potenzielle
Hauskäufer. Der Verband Privater Bauherren
(VPB) warnt vor diesen Angeboten und rät zur
sorgfältigen Prüfung. Das Passivhaus ist das
Haus der Zukunft, und es lässt sich inzwi-
schen sogar zu vergleichsweise erschwingli-
chen Preisen realisieren aber, der Begriff„Pas-
sivhaus“ ist gesetzlich nicht geschützt. Die
Werte, die ein Passivhaus erreichen soll, sind
nicht verbindlich geregelt. Deshalb, so der
VPB, können Anbieter den Passivhausstan-
dard ohne Risiko versprechen. Der Bauherr
sollte sehr vorsichtig sein: Neben dem Begriff
„Passivhausstandard“ muss er sich im Vertrag
unbedingt konkrete Heiz- und Verbrauchs-
werte garantieren lassen, empfiehlt der Ver-
braucherschutzverband. Nur so kann er spä-
ter prüfen, ob er wirklich ein Passivhaus
bekommen hat oder nicht.
Das erste Passivhaus Deutschland entstand
1991 in Darmstadt-Kranichstein. Es war eine
Studie, begleitet unter anderem vom Hessi-
schen Umweltministerium. Seither hat sich in
der Fachwelt der Begriff „Passivhaus“ für all
jene Häuser durchgesetzt, die pro Quadrat-
meter Wohnfläche im Jahr nicht mehr als 1,5
Liter Heizöl oder 1,5 Kubikmeter Erdgas ver-
brauchen. Das sind sensationelle Werte, und
wer ein solches Haus besitzt, der spart wirk-
lich Heizkosten.
Aber Vorsicht: Das Passivhaus darf nicht
verwechselt werdenmit demNiedrigenergie-
haus. Das ist seit 2002 gesetzlich vorge­
schriebener Standard für alle Neubauten;
Niedrigenergiehäuser verbrauchen maximal
sieben Liter Heizöl, beziehungsweise sieben
Kubikmeter Erdgas, pro Quadratmeter Wohn-
fläche im Jahr.
Wie, mit welchen Baustoffen und welcher Art
der Dämmung der Passivhausstandard im
Einzelfall erreicht wird, das spielt keine Rolle.
Das Konzept aus Haus und Dämmung und
die Berechnungen müssen stimmen. Zu den
zentralen Punkten des Passivhauskonzeptes
gehört neben der notwendigen Lüftungsan-
lage, die ein völlig neues Lüftungsverhalten
der Bewohner erfordert, vor allem die Luft-
dichtheit der Gebäudehülle. Das Haus muss
absolut luftdicht sein, damit wertvolleWärme
mit der Luft nicht durch Ritzen und Fugen
entweichen kann. Ob dem so ist, das lässt sich
mit einem Blower-Door-Test, der auch eine
Leckstellensuche umfasst, zuverlässig über-
prüfen. Auch ein solcher Test, so rät der VPB,
sollte im Vertrag verbindlich festgeschrieben
werden.
(Verband Privater Bauherren – VPB)
Foto: Fotolia – SP-PIC (#45518312)
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